„Unser Ziel ist es, eine Plattform zu etablieren, auf der sich Early Career Wissenschaftler*innen vernetzen und austauschen können,“ erklärt Maren Podszun, Vorsitzende der DGE-Fachgruppe Early Career Scientists.

Fachgruppe Early Career Scientists:
Plattform für Nachwuchswissenschaftler*innen in der DGE

Seit Herbst 2019 gibt es für Nachwuchswissenschaftler*innen bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) die Fachgruppe der Early Career Scientists (ECS) – Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen. Die Gruppe steht sowohl Studierenden als auch wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen und PostDocs offen. Zu den Gründerinnen gehören Maren Podszun, Bettina Hieronimus und Laura König. Zusammengefunden hat sich die Gruppe im Frühjahr 2019 auf dem 56. Wissenschaftlichen Kongress der DGE in Gießen u. a. über Twitterbeiträge von @dge_wissen. Ihr Engagement in der neuen DGE-Fachgruppe ist Ehrenamtlich. „Unser Ziel ist es, eine Plattform zu etablieren, auf der sich Early Career Wissenschaftler*innen vernetzen und austauschen können,“ erklärt Maren Podszun.

Dr. Maren Podszun (Twitter: @MC_Podszun) ist Vorsitzende der ECS-Fachgruppe und studierte und promovierte an der Universität Hohenheim in Ernährungswissenschaften. Seit 2016 forscht sie am National Institute of Health in den USA zum Wirkungsmechanismus von Vitamin E in der nicht alkoholischen Fettleber (NAFLD).

Twitter & Co.: Wissenschaftskommunikation via Soziale Medien

Kanäle wie Twitter bieten Wissenschaftskommunikation viele Möglichkeiten unmittelbarer Teilhabe. Auf direktem Weg erreichen Entwicklungen und Neuigkeiten aus der Forschung über einen Kanal unterschiedliche Zielgruppen. Hier vernetzen sich Wissenschaftler*innen sowohl mit Multiplikatoren wie beispielsweise Medienvertreter*innen als auch interessierte Verbraucher*innen nehmen diese Informationen auf, teilen sie und können direkt mit den Sender*innen in Dialog treten. Und das in kürzester Zeit, nahezu unabhängig von Landesgrenzen.

Die ECS-Fachgruppenleiterinnen sind auf Twitter aktiv und es überrascht daher nicht, dass sie sich über diese Plattform anlässlich des Wissenschaftlichen Kongress der DGE in Gießen zusammengefunden haben. Die digitale Vernetzung voranzubringen und über den Erfahrungsaustausch über die Möglichkeiten der Sozialen Medien auch die Wissenschaftskommunikation zu stärken, ist daher auch ein Thema im Rahmen der Fachgruppenarbeit. In Zeiten von #Fakenews und Ernährungsmythen sind sie zudem ein wichtiger Beitrag um Informationen rund um Ernährung einordnen zu helfen und faktisch begründetes Ernährungswissen zu stärken.

„Über den Tellerrand schauen“ bedeutet auch, interdisziplinär zu kommunizieren

Das Themenspektrum der Fachgruppe ist breit gefächert und bietet den ECS-Mitgliedern innerhalb der DGE eine Plattform für informellen Austausch. Es geht auch um Fragestellungen, die Nachwuchswissenschaftler*innen unabhängig von ihrer Disziplin in den Ernährungswissenschaften beschäftigen. Dazu zählen beispielsweise, wie ein erfolgreicher Drittmittelantrag geschrieben werden kann oder welche Qualifizierung es für eine dauerhafte Stelle an einem Bundesinstitut braucht. „Mit unserem Engagement möchten wir einen Beitrag dazu leisten, die Zukunft einer wissenschaftlich fundierten Ernährungsforschung in Deutschland zu sichern“, erläutert Bettina Hieronimus.

Dr. Bettina Hieronimus (Twitter: @BettyHieronimus) ist stellvertretende Vorsitzende der ECS-Fachgruppe, studierte an der Universität Hohenheim Ernährungswissenschaften und arbeitete dort an ihrer Promotion. Aktuell forscht sie mit einem Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft an der University of California in Davis zum Einfluss von Zuckerkonsum auf Risikofaktoren metabolischer Erkrankungen und bereitet sich gerade auf die Rückkehr nach Deutschland vor.

Anliegen von Early Career Scientists sichtbar machen

Die ECS-Fachgruppe ist bei der DGE Anlaufstelle für Studierende, Promovierende, wissenschaftliche Mitarbeiter*innen und Postdoktorand*innen. Voraussetzung für die Gruppenbeteiligung ist eine DGE-Mitgliedschaft. Die drei Gründerinnen der ECS-Fachgruppe kennen die Herausforderungen rund um eine wissenschaftliche Karriere. Beispielsweise bezüglich geeigneter Promotionsthemen oder das Abwägen von Vor- und Nachteilen eines Auslandsaufenthaltes, während oder nach der Promotion. Laura König betont: „Wir möchten die Arbeit von ECS in der DGE sichtbarer machen und den Austausch zwischen den verschiedenen Disziplinen stärken. Dazu gehört aus unserer Sicht auch, über Karrieremöglichkeiten im Umfeld von Ernährung und Ökotrophologie zu informieren.“

Dr. Laura M. König (Twitter: @LauraMKoenig) hat das Amt der Schriftführerin innerhalb der ECS-Fachgruppe übernommen. Sie studierte an der Universität Konstanz Psychologie und promivierte anschließend dort über die Nutzung digitaler Interventionen zur Förderung einer gesunden Ernährung. Seit März 2020 setzt sie mit einem Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft ihre Forschung an der University of Cambridge fort.

Interessierte können über die E-Mail-Adresse ecs(at)dge.de direkt mit der Gruppe Kontakt aufnehmen.