Projekt-Team des Familienkochbuchs QUERBEET & KUNTERBUNT

Shirin Shafiei-Saber ist studierte Ernährungswissen-schaftlerin (M.Sc.) und im DGE-Projekt für die Rezeptprüfung und -entwicklung tätig. Sie liebt persisches Essen, „denn es ist ein Fest für die Sinne“, erklärt sie, „der vielfältige Einsatz von verschiedensten Gewürzen regt die Geschmacksnerven an. Persisch zu essen bedeutet vor allem, zwischen den einzelnen Gerichten die Balance zu halten: Zu Heißem muss es auch etwas Kaltes geben.“

Carina Frick ist Projektkoordinatorin des Kochbuchs, dazu zählt u. a. die Finanzplanung und als Ernährungswissen-schaftlerin (M.Sc.) ist sie auch mit der Rezeptprüfung beauftragt. Ihr Lieblingsessen ist Salat mit Ofengemüse.

Michaela Sosna ist Germanistin mit Schwerpunkt Medienwissenschaft und als Social-Media-Managerin ist sie im Projekt „Geprüfte IN FORM-Rezepte“ für die Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit sowie das (Online-)Marketing verantwortlich. Tomaten – in allen Variationen – gehören zu ihrem Lieblingsessen: Von Datteltomaten als Snack für zwischendurch, über getrocknete Tomaten in Salaten, bis hin zur Tomatensuppe oder einer leckeren Tomatensoße zu Pasta.

Lisa Scholz prüft als Ernährungswissen-schaftlerin (M.Sc.) im DGE-Projekt Rezepte und ist mit der Koordination, Abstimmung und Akquise von Kooperationspartner*innen beschäftigt. Ihr Lieblingsgericht ist vegetarisches Massaman Curry.

Einfach mal öfters selber kochen – gesund ernähren und es schmeckt trotzdem

Was sollen wir heute essen? Nach der Idee des Projektteams von „Geprüfte IN FORM-Rezepte“ mit Carina Frick, Lisa Scholz, Michaela Sosna und Shirin Shafiei Saber, ansässig bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE), ist diese Frage nach einem Blick in das Familienkochbuch QUERBEET & KUNTERBUNT schnell beantwortet: Abwechslungsreich und lecker. Die Frage müsste daher eher heißen: Wie wollen wir kochen?

Unter der Leitung von Carina Frick erarbeitete das Projektteam das Familienkochbuch QUERBEET & KUNTERBUNT im Rahmen der Initiative IN FORM. Über viele Monate wurden dafür sorgfältig Rezepte entwickelt, Zutaten abgestimmt und abgeschmeckt.

Angelehnt an die vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter enthält QUERBEET & KUNTERBUNT insgesamt 52 Rezeptideen, für jede Woche im Jahr eines plus drei Basic-Rezepte. Das Kochbuch bietet praxisorientierte Hilfe, um auf einen Blick ein ausgewogenes Rezept zu erkennen.

QUERBEET & KUNTERBUNT: Kein Buch mit „sieben Siegeln“

Snacking liegt im Trend und zunehmend wird über alle Altersgruppen hinweg sowohl in Kita, Schule oder Beruf außer Haus gegessen. Das hat Konsequenzen, denn stark verarbeitete Lebensmittel – das gilt auch für Produkte mit Bio-Siegel – sind beispielsweise oft eher salzreich. Beim Selberkochen kommen, angefangen bei der Lebensmittelauswahl, den Zutaten und der Zubereitung bis hin zum Essen, allen Aspekten rund um die Essensaufnahme Bedeutung zu. Der Faktor Zeit spielt bei der Zubereitung eine zentrale Rolle. In Bezug auf Familien mit jüngeren Kindern umso mehr, da es hier einfach auch mal schnell gehen muss. Hinzu kommt die Bandbreite an unterschiedlichen Vorlieben und Geschmäckern.

Stures Nachkochen nach Rezept ist nicht das Ziel von QUERBEET & KUNTERBUNT. Im Gegenteil, Frau Frick macht deutlich, dass die eigene Kreativität im Vordergrund steht. „Wir sehen das als Ideengeber. Das Buch enthält fundierte Infos zur Ernährung, auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft.“ Ernährung ist ein Trendthema. Es geht dabei um mehr als nur ums Essen, Ernährung ist Ausdruck von Einstellung und persönlicher Lebenshaltung. Es kursieren Ernährungsmythen und irreführende Vorstellungen, was eine gesundheitsfördernde Ernährung ausmacht. Studien zeigen, dass sich die Erkenntnisse über das, was es braucht, um sich möglichst ausgewogen zu ernähren, nicht ständig überholen.

Informationen zu Lebensmittelgruppen erleichtern die Vorratshaltung

Lecker kochen heißt: Für jeden Geschmack das Passende auswählen

„Beim Kochen zu variieren, das ist ausdrücklich erwünscht“, erklärt Frau Frick. Das Kochbuch baut auf drei Basisrezepten auf, die auch im Kochbuch zu finden sind. Diese können – auch unabhängig von den Rezepten – nach den einzelnen Vorlieben für bestimmte Lebensmittel und Geschmäcker abgewandelt werden.

Der Blick ins Kochbuch zeigt, wie es geht: In kurzer Zeit ein leckeres Essen, das auch Kindern schmeckt, das gesund ist und nachhaltige Aspekte wie regionalen Einkauf berücksichtigt, auf den Tisch zu bringen. Das beginnt u. a. bei der Vorratshaltung verschiedener Grundnahrungsmittel und Gewürze. Nach Möglichkeit sollten beispielsweise immer Gemüsebrühe, getrocknete Kräuter, Hülsenfrüchte oder Kartoffeln vorhanden sein. Mit den entsprechenden Basics im Haus lässt sich immer etwas zaubern. Hilfreich sind u. a. auch grundlegende Informationen zu den unterschiedlichen Lebensmittelgruppen, wie beispielsweise zu Obst.

Schmeckt nicht – gibt’s nicht

Carina Frick und ihr Team haben in QUERBEET & KUNTERBUNT zudem einen Überblick nützlicher Küchenhelfer zusammengetragen. Es finden sich Tipps zu Hygiene‚ Lagerung und Sicherheit in der Küche sowie Informationen zu den verschiedenen Lebensmittelgruppen wie zum Beispiel Gemüse, Obst, Milch, Fleisch und Fisch.

Insbesondere im Hygienebereich ist der Abgleich mit dem eigenen Verhalten immer wieder nützlich. Beispielsweise, ob separate Schneidebretter für die Zubereitung von rohem Fleisch oder rohem Fisch und anderen Lebensmitteln wie Gemüse verwendet werden.

„Ein Leitgedanke für das Kochbuch war auch, der Routine beim Essen auf dem Tisch den Kampf anzusagen“, stellt Frau Frick fest. Denn oft wird immer wieder das Gleiche gegessen. Den Kochbuchautorinnen ging es daher in erster Linie auch darum zu motivieren, mal etwas Neues auszuprobieren. Dazu gehört für den Einen oder die Andere vielleicht ab morgen das Sellerieschnitzel mit Kartoffelpüree oder das gelbe Linsencurry mit Cashewkernen.

Projekt folgen auf:

DGE-Projekt „Geprüfte IN FORM-Rezepte“

Das Familienkochbuch  QUERBEET & KUNTERBUNT ist in dem Projekt „Geprüfte IN FORM-Rezepte“ entstanden, das von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) durchgeführt wird. Kooperationspartner ist IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung. Das IN FORM-Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Orientierung bieten für eine gesundheitsbewusste Ernährung

Die DGE entwickelte einen Kriterienkatalog,  mit dem die Ernährungswissenschaftler*innen die Rezepte prüfen. Werden die Kriterien im Rezept eingehalten, wird das Logo „Empfohlen von IN FORM in Kooperation mit der DGE“ vergeben. Das bietet Verbraucher*innen eine Orientierungshilfe, mit der sie auf einen Blick ein gesundheitsförderndes Rezept erkennen können.

Ob alleine oder zusammen am Tisch: Essen mit allen Sinnen

Die Atmosphäre beim Essen hat großen Einfluss auf das Essverhalten. Fragen wie zum Beispiel, was beeinflusst das Sättigungsgefühl und welche Bedeutung hat das Essen? Das eigene Essverhalten wahrnehmen und reflektieren ist ein wichtiger Baustein, wenn hier vielleicht Änderungen notwendig oder erwünscht sind.

„Nicht selten belohnen wir uns mit Essen oder essen aus Frust, obwohl wir eigentlich gar keinen Hunger haben. Bewusstes Essen führt hingegen dazu, dass wir unsere Körpersignale eher wieder wahrnehmen: Habe ich wirklich Hunger oder sich zu fragen, ob mir das Essen überhaupt schmeckt“, erklärt Carina Frick.

Sich die verschiedenen Aspekte beim Essen bewusst zu machen ist ein Prozess. Der Alltag mit seinen Anforderungen wird sich nicht ändern, aber sich doch bewusst dafür zu entscheiden, wieder öfters selber zu kochen, ist jederzeit möglich. Auch bei Carina Frick, Lisa Scholz, Shirin Shafiei Saber und Michaela Sosna variieren die Essensvorlieben, eines wünschen sie den Leser*innen aber gemeinsam:

„Genießt Euer Essen, gönnt Euch eine Pause und nutzt Eure Mahlzeiten als Familienzeit oder für einen Plausch mit Freunden.“